Warcraft The Beginning

Warcraft: The Beginning fährt Verluste ein

Als bekannt wurde, dass Duncan Jones, Sohn von David Bowie und Regisseur der hochgelobten Filme Moon und Source Code, den Warcraft-Film macht, waren die Erwartungen groß. Der erste Trailer wurde jedoch nicht ganz so euphorisch von den Fans aufgenommen, manchen Leuten gefielen der optische Stil und überhaupt die CGI-Lastigkeit des Fantasy-Streifens nicht. Ende Mai startete Warcraft: The Beginning in den deutschen Kinos, im Juni lief der Film auch in den USA an. Während er hierzulande den bis dahin besten Kinostart des Jahres 2016 hinlegte, geriet das Epos in seinem Heimatland zum Flop. Mittlerweile ist mehr als ein Monat seit dem weltweiten Kinostart vergangen und damit ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

Bis heute hat Warcraft: The Beginning weltweit über 430,1 Millionen US-Dollar an den Kinokassen eingespielt. Dabei machen die USA nur einen kleinen Anteil in Höhe von circa 46,6 Millionen US-Dollar aus. Am erfolgreichsten lief der Film in China, wo er 220,8 Millionen US-Dollar erwirtschaftete – also mehr als die Hälfte des Gesamteinspielergebnisses. Laut dem Branchenanalysten Jeff Bock wäre Warcraft: The Beginning ohne den chinesischen Markt ein großes finanzielles Desaster geworden, wie er dem Magazin Hollywood Reporter mitteilte.

Allerdings muss man kein Branchen-Insider sein, um das zu erkennen: Das Abenteuer rund um den Konflikt zwischen Menschen und Orks, das die ersten beiden Warcraft-Strategiespiele abdeckt, kostete in der Produktion rund 160 Millionen US-Dollar. Allerdings darf man heutzutage bei großen Blockbustern fast nochmal die gleiche Summe an Marketing und PR-Kosten hinzurechnen. Damit wären wir auf jeden Fall bei über 300 Millionen US-Dollar, die in Warcraft: The Beginning investiert wurden. Außerdem müssen von den Einnahmen selbstverständlich Steuern abgezogen werden.

Laut Hollywood Reporter ist der Streifen ein Verlustgeschäft. Allerdings ist stellenweise „lediglich“ von einem Minus in Höhe von 15 Millionen US-Dollar die Rede. Das sagen dem Bericht zufolge jedenfalls Leute, die an der Produktion beteiligt waren. Manche Experten gehen von einem Verlust zwischen 30 und 40 Millionen US-Dollar aus. Laut Bock seien schon Fortsetzungen zu Filmen angekündigt worden, die größere Verluste gemacht haben. Der Analyst nennt hier das Sci-Fi-Spektakel Pacific Rim von Guillermo del Toro (Hellboy, Pans Labyrinth) als Beispiel: Das hat sogar 190 Millionen US-Dollar gekostet und fast 20 Millionen weniger eingespielt als Warcraft: The Beginning. Die Chancen, dass es also trotz des ausbleibenden Erfolgs eine Fortsetzung geben wird, sind gegeben.

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